"Nicht sehen trennt uns 
von den Dingen. Nicht hören 
von den Menschen."

Dieses Zitat von Immanuel Kant trifft den Nagel auf den Kopf. Hörverlust ist oft ein schleichender Prozess, den wir selbst lange nicht richtig wahrnehmen, bis jemand sagt "mach doch mal den Fernseher leiser" oder wir in Gesprächen immer öfter nachhaken müssen "wie bitte?". In den letzten Jahren haben Hörverluste deutlich zugenommen. Wir leben in einer immer lauter werdenden Welt, die unser Gehör zunehmend schädigt. Ursachen können aber auch Entzündungen, Medikamente, ein Hörsturz, Unfall oder angeborene Schwerhörigkeit sein. Und mit zunehmendem Alter nimmt die Hörfähigkeit ab. Unser Hörsinn ist der einzige, der rund um die Uhr im Einsatz ist. Pausenlos. Am Anfang des Lebens hilft er uns Sprache zu erlernen, schützt uns vor Gefahren, ermöglicht die Wahrnehmung von Gefühlen und lässt wichtige Informationen zu. Unser Hörsinn ist so wertvoll, einzigartig und wunderbar, dass wir ihn schützen sollten. Desto eher wir damit anfangen, desto besser.

 


Das Außenohr

Ein gesundes Gehör kann tiefe und helle Töne wahrnehmen, leise und laute Geräusche verarbeiten, räumlich hören und Sprache verstehen. Unsere Ohrmuschel fängt dabei Schallwellen wie ein Trichter auf, bündelt sie und schickt sie durch den Gehörgang an das Trommelfell weiter. (Außenohr)

Das Mittelohr

Das Trommelfell und die drei winzigen Knochen Hammer, Amboss und Steigbügel bilden das Mittelohr. Der Schall, der hier ankommt, lässt das dünne Trommelfell schwingen. Die Gehörknöchelchen bündeln die Schallenergie von der Fläche des Trommelfells auf die kleine Fläche der Steigbügelfußplatte. Diese überträgt den Schall wiederum an das mit Flüssigkeit gefüllte Innenohr.

 

 

Das Innenohr

Das Innenohr beginnt mit einem ovalen Fenster, welches mit dem Steigbügel des Mittelohrs verwachsen ist. Die kräftigen Schwingungen, die jetzt hier ankommen, versetzen die Flüssigkeit in Bewegung, die das schneckenförmige Hörorgan, die Cochlea, füllt. Die Bewegung der Innenohrflüssigkeit berührt winzige Härchen, die Anfänge von Nervensträngen. Wenn die Härchen bewegt werden, entstehen elektrische Impulse, die an unser Gehirn weitergeleitet werden.

Das Gehirn

Diese Reize werden dann über etwa 30.000 Nervenfasern des Hörnervs an jenen Bereich im Gehirn weitergeleitet, der für die Verarbeitung Bewertung und Interpretation der Hörimpulse zuständig ist. Das eigentliche Hören kommt erst im Gehirn zustande!

1.
Altersschwerhörigkeit

Die Funktion der Hörsinneszellen im Innenohr kann sich mit zunehmendem Alter verschlechtern. Dies geschieht meist schleichend und über viele Jahre hinweg. Bei der Altersschwerhörigkeit sind hohe Töne stärker betroffen als tiefe. Das äußert sich beim Verstehen von Sprache, beispielsweise in Personengruppen, beim Fernsehen oder das Hören der Telefon- oder Türklingel. Durch das Aufdrehen der Lautstärkeregler hört der Betroffene erstmal besser, empfindet die Töne aber als unangenehm und Hintergrundgeräusche als störend. Mit einem Hörgerät kann diese Altersschwerhörigkeit in den meisten Fällen sehr gut ausgeglichen werden.

2.
SCHALLLEITUNGSSCHWERHÖRIGKEIT

Hier ist die Schallübertragung gestört. Ursachen sind meist eine Erkrankung oder Verwachsungen. Da die Schallübertragung zum Innenohr gestört ist, muss der Gesprächspartner sehr laut sprechen, um verstanden zu werden. Mit Hörgeräten läßt sich die Schallleitungsschwerhötigkeit aber ebenfalls gut ausgleichen. Kombinierte Schwerhörigkeit Alters- und Schallleitungsschwerhörigkeit können gemeinsam auftreten und mit einem Hörsystem behandelt werden.

3.
Lärmschwerhörigkeit

Unsere Umgebung wird zunehmend lauter und die Beeinträchtigung durch Lärm im Alltag immer größer. Die Lärmschwerhörigkeit gilt als eine der häufigsten Berufskrankheiten in Deutschland. Die Hörschnecke im Innenohr kann durch Lärm dauerhaft geschädigt werden! Eine Lärmschwerhörigkeit ist nur noch mit einem Hörgerät auszugleichen.

4.
Hörsturtz

Plötzlich oder innerhalb weniger Stunden hören Sie auf einem Ohr weniger oder fast gar nichts mehr. Zusätzlich kann auch ein Ohrgeräusch auftreten. Dies spielt sich meist im Innenohr ab, wobei die Ursachen noch nicht ganz erforscht sind. Suchen Sie also umgehend einen Hals-Nasen-Ohrenarzt auf! Im frühen Stadium gibt es gute Heilchancen. Da auch andere Faktoren für die plötzliche Hörminderung verantwortlich sein können, lassen Sie Ihr Gehör von einem HNO-Arzt untersuchen.

Häufige Fragen:

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